Montag, 4. April 2016

Recipe of the Week #2: Grüner Spargel mit Bärlauch


Recipe of the Week #2:
Grüner Spargel mit Bärlauch

Die Spargelsaison ist da!
Doch leider kennen die meisten dieses Gemüse nur als Suppe oder ertränkt in Sauce Hollondaise....

Dabei ist gerade grüner Spargel nicht nur mega-gesund sondern auch schnell und einfach zuzubereiten!
Also, los geht's!

Ihr braucht:

  • 500g grünen Spargel
  • 400g frische Gnocchi
  • 1 Bund frischen Bärlauch
  • Salz / Pfeffer
  • Olivenöl
  • etwas gehobelten Parmesan (nach Belieben)

So schnell und einfach funktioniert's:

Die holzigen Enden des Spargels abschneiden und anschließend den Spargel in ca. 5-7cm lange Stücke schneiden.
Bärlauch waschen, trocken schütteln, die Stiele ebenfalls abschneiden und den Rest grob hacken.

Olivenöl in einer beschichteten Pfanne erhitzen und die Gnocchi goldbraun anbraten, die Gnocchi herausnehmen und kurz zwischenlagern.

Spargel in die Pfanne geben, mit Salz und Pfeffer würzen und ca. 10 Minuten bei mittlerer Hitze weich garen.
Den Bärlauch zugeben, kurz durchmengen und die Gnocchi ebenfalls wieder hinzugeben.
Noch einmal mit Salz und Pfeffer abschmecken und wer möchte streut noch ein paar Hobelspäne Parmesan darüber.

Für alle, die noch etwas Fleischiges dazu haben wollen, passt wunderbar naturgebratenes Hähnchenfilet.
Wer nicht so auf Gnocchi steht, kann auch einfach frische Bandnudeln nehmen. Die Nudeln nach Anweisung kochen und später unter den Spargel mischen.

'N Guten!

Freitag, 1. April 2016

Schlank in 21 Tagen: Das Geschäft mit der Figur

Schlank in 21 Tagen:
Das Geschäft mit der Figur

Gestern Abend, nach einer schweißtreibenden Stunde Indoor-Cycling, ließ ich mich daheim gemütlich auf die Couch fallen und zappte durch die Programme.
Und wie erwartet dauerte es nicht lange: Diverse Persönlichkeiten, bekannt aus Film und Fernsehen, priesen ihre Sport- und Diätprogramme an.



"I MAKE YOU SEXY!"
"MACH DICH KRASS"
"ICH HAB ES GESCHAFFT, DU KANNST ES AUCH!"

Und das alles in einem Zeitraum von 8 Wochen, 3 Monaten..... oder sogar nur 21 Tagen!

Nach dem Mager-Trend der letzten Jahre, der nun Gott sei Dank abgemildert werden konnte, ist nun athletisch-sportlich das neue how-to-be.
Gallionsfiguren gibt es reichlich. Daniel Aminati, Detlef Soost, sogar Boxer wie Arthur Abraham vermarkten nun ihr eigenes Fitness-Programm.

Seit einigen Monaten ist vor allen anderen Sophia Thiel kaum von der Mattscheibe wegzudenken.

Ein Wort zu Sophia:
Ich ziehe wirklich meinen Hut vor ihr!
Sie war jugendlich-mopsig und hat mit eisernem Willen, viel Disziplin und Durchhaltevermögen ihr Ziel erreicht.

Jetzt ist für sie die Zeit gekommen die Früchte der harten Arbeit einzufahren.
"UND DU KANNST ES AUCH!"

Ich möchte nicht, dass mich hier jetzt irgendwer falsch versteht. Ich habe wirklich Hochachtung vor Sophias Leistung und bin auch der Meinung, dass jeder Mensch ein Vorbild braucht, um seine Ziele zu erreichen. Vorbilder spornen uns an, wir eifern ihnen nach und können nur so den entsprechenden Willen aufbringen, etwas zu erreichen.

Doch was wird uns dort vorgegaukelt?
Es sei ganz einfach, man müsse nur für einen kurzen Zeitraum die Zähne zusammen beißen, sich gesund ernähren und ein wenig Sport treiben!
Und wir möchten das alle so gerne glauben.

Jetzt mal ehrlich, Leute! Die Realität sieht ganz anders aus!
Ich bin aus meiner Tätigkeit in diversen Fitnessstudios ja schon so einige krude Dinge gewöhnt. Aber hier mal eine offene und ehrliche Bitte an alle, die solche Angebote in Betracht ziehen wollen: SCHALTET BITTE EURER HIRN EIN!

Diese und alle anderen Programme verfolgen primär ein Ziel: Geld damit zu verdienen!
Der Zeitraum, über den diese Programme laufen, ist nicht nur wegen der Aussicht auf kurzfristigen Erfolg so gewählt.
Nach Ablauf dieses Zeitraums setzt der Gewöhnungseffekt ein. Der Fortschritt stagniert und erst jetzt fängt es an psychisch richtig hart zu werden.

Ich sehe mir auf Youtube oder Facebook die Workout-Videos der Anbieter an. Da squaten eine Sophia oder ein Daniel munter und locker vor sich hin. Mit nur 20 Minuten täglich, 3x 12 Squats, dazu ein paar Push-Ups, alles nichts unmögliches, soll das große Wunder geschehen.

In Wirklichkeit hat Sophia Thiel auf dem zu ihrer jetzigen Fitness fast jede freie Minute im Fitnessstudio verbracht, hat mit Hilfe ihres Trainers (selbst Bodybuilder) schwere Gewichte bis zur totalen Erschöpfung gestemmt. Soziale Kontakte haben gelitten oder sind gar ganz abgebrochen, wie sie in einem Interview selber zu gab. Es war keine Zeit mehr für Freunde, nur noch das Training zählte.
Während Freunde oder Familie im Restaurant sich etwas Leckeres von der Karte bestellten, packte sie ihre Tupperdose mit Reis, etwas Brokkoli und magerer Hähnchenbrust aus. Gegessen wurde nur noch streng nach Plan.


Noch einmal: Meine Hochachtung für diesen Willen und diese Aufopferung!
Aber nun die Frage an Euch: Habt ihr diesen Willen auch und vor allem - ist es das wert?

Und dabei ist es nicht mit einem Zeitraum von 3 Wochen getan! Kontinuität ist das, was zählt! Denn der Jojo-Effekt macht vor niemandem halt! Im Gegenteil: Eurer Körper ist nicht doof! Er fährt seinen Energiebedarf erst drastisch runter und sobald ihr auch nur annähernd wieder normal esst, legt er sich ein Depot für schlechte Zeiten an. Es könnte ja passieren, dass ihr wieder auf so eine dumme Idee kommt und dafür wird erst mal vorgesorgt!

Meine Trainerkollegen und ich versuchen euch ebenfalls zu euren Zielen zu bringen. Aber: Auf einem realistischen Weg, langfristig, mit weniger Glanz und Glamour, aber vor allem auch so, dass es zu eurem Leben passt! Wir wollen nicht, dass ihr eure Seele verkauft, um dann enttäuscht und frustriert zu sein. Wir wollen, dass es euch gut geht, dass ihr Spaß habt, euch wohlfühlt, gesund werdet und bleibt!
Aber dieser Weg ist lang! Viel länger, als das, was euch diese Programme versprechen. Und es wird immer wieder den Zeitpunkt geben an dem ihr euch fragt, ob es wirklich etwas bringt. Und wir werden euch auch die ein oder andere unbequeme Wahrheit sagen müssen.
Aber dafür sind wir auch in Monat 4 noch für euch da, motivieren euch, stellen euer Training um, geben euch Ernährungstipps und Rezepte und haben ein offenes Ohr, wenn es einmal nicht so läuft wie gewünscht.

Wir haben nur eine Bitte:
Hirn einschalten! Das reicht meist schon um festzustellen, dass diese Versprechungen der Werbung nicht eurem Wohl sondern nur dem des Bankkontos der Betreiber dienen können.